Ballaststoffe

Als Ballaststoffe bezeichnet man jene Teile der Pflanze, die immun gegenüber unseren Verdauungsenzymen sind und daher nicht bzw. nur unvollständig abgebaut werden können. Da sie also im Dünndarm nicht verdaut werden, werden sie nahezu unverändert in den Dickdarm weiterbefördert. Ballaststoffe haben viele gesundheitliche Vorteile: Sie sorgen unter anderem für ein früheres Sättigungsgefühl, wirken blutzucker- und cholesterinsenkend und vermindern das Risiko für Darmerkrankungen.


Ballaststoffe werden in lösliche und unlösliche Ballaststoffe unterteilt. Während die löslichen Ballaststoffe den Darmbakterien als Nahrung dienen, werden die unlöslichen Ballaststoffe nahezu unverändert ausgeschieden. Die löslichen Ballaststoffe finden wir vor allem in Früchten, Gemüse oder auch in Floh- und Leinsamen. Unlösliche Ballaststoffe sind vor allem in Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten enthalten.


Da Ballaststoffe sich nur in pflanzlichen Lebensmitteln befinden, sind sie ein bedeutendes Argument für die gesundheitliche Wirkung einer vollwertigen pflanzenbasierten Ernährung. Unser Verdauungstrakt mit seinen Darmbakterien ist von großer Bedeutung für die Immunabwehr. Je größer die Artenvielfalt der Bakterien, desto besser arbeitet unser Immunsystem. Da Ballaststoffe den Darmbakterien als Nahrung dienen, stärken sie auf diese Weise indirekt unsere Immunabwehr.
Insgesamt sollten täglich mindestens 30g Ballaststoffe aufgenommen werden, besser wäre allerdings die doppelte Menge.

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